E-Scooter Versicherung

E-Scooter Versicherungen

Jeder E-Scooter braucht eine Versicherung, wenn er im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden will. Sie dient zum Schutz aller Verkehrsteilnehmer und ist über einen Aufkleber auf dem Gerät nachzuweisen. Wir zeigen Dir, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, wie du den E-Scooter am besten versicherst und welche Versicherer infrage kommen. Außerdem geht unser Ratgeber näher auf den Schadensfall und die gängigen Bußgelder ein.

Das Wichtigste zusammengefasst
  • Die E-Scooter Versicherung kann mit der KFZ-Haftpflicht verglichen werden und ist bei allen Modellen im öffentlichen Straßenverkehr vorgeschrieben. Nur E-Scooter bis max. 6 km/h Höchstgeschwindigkeit brauchen keine.
  • Der Versicherungsschutz muss ersichtlich sein und dient nicht nur für andere Verkehrsteilnehmer. Über eine Teilkasko sicherst du dich zusätzlich ab. Sie reguliert Schäden am eigenen Fahrzeug.
  • Die Beitragshöhe richtet sich nach Versicherungsgesellschaft und nach Art und Umfang (nur Haftpflicht, oder Haftpflicht und Teilkasko). Das Modell hat auf die Prämie keinen Einfluss. Durchschnittlich musst du mit etwa 5 bis 10 Euro im Monat rechnen. Den besten Tarif bekommst du über unseren Vergleich.

E-Scooter Versicherung Vergleich

TIPP!

die Bayerische

  • ab 24,84 € / Jahr
  • optional mit Teilkasko
  • Schadensfreiheitsrabatt möglich
  • Versicherungssumme bis 100 Mio. €
  • schneller Kennzeichen-Service

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WGV Versicherung

  • ab 25,00 € / Jahr
  • Haftpflicht-Schäden bis 100 Mio. €
  • Personenschäden bis maximal 10 Mio. €
  • Teilkasko mit Diebstahl-Schutz
  • Selbstbehalt von 300 €
  • Schäden durch Brand & Explosion abgesichert

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AXA

  • 26,10 € / Jahr
  • Haftpflichtschäden bis 100 Mio. €
  • Personenschäden bis 15 Mio. €
  • Teilkasko mit 150 € Selbstbeteiligung
  • Minderjährige benötigen Unterschrift der Eltern

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DEVK

  • ab 28 € / Jahr
  • für Fahrer ab 23 Jahren
  • Haftpflicht mit 100 Mio. € Deckungssumme
  • schnelle Hilfe bei einem Schaden
  • Teilkasko-Absicherung möglich
  • 150 Euro Selbstbeteiligung

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Was gilt eigentlich als E-Scooter?

Ein Tretroller mit Motor wäre die kurze Antwort, die auch durchaus richtig ist. Der Gesetzgeber macht jedoch einige Vorgaben zu einem straßenverkehrstauglichen E-Scooter. Im öffentlichen Raum darfst Du nur einen Elektroroller benutzen, der folgende Merkmale aufweist:

  • Zwei unabhängig voneinander funktionierende Bremsen
  • Blinker für den Richtungswechsel
  • Der Roller muss eine helle Glocke haben (Hupe/Klingel)
  • Lenk- und Haltestange
  • Die Abmessungen dürfen maximal 70 cm breit, bis 140 cm hoch, bis 200 cm lang nicht überschreiten.

Bei der Geschwindigkeit werden zwei Varianten unterschieden. Variante 1 erreicht eine maximale Höchstgeschwindigkeit von 12 km/h. Variante 2 kann bis zu 20 km/h schnell sein. Auf die Versicherung hat dies keinen Einfluss, wohl aber auf das frühestmögliche Alter des Nutzers.

Roller, die schneller als 12 km/h sind, dürfen ab einem Alter von 14 Jahren genutzt werden. Roller mit einer Geschwindigkeit von unter 13 km/h können auch schon 12jährige bedienen. Für beide Varianten besteht weder eine Führerschein- noch eine Helmpflicht.

Altersbegrenzung
Langsamer als 13 km/h: ab 12 Jahre
Schneller als 12 km/h: ab 14 Jahre

Zum Thema Helm sei gesagt, schau Dir den Verkehr in den Innenstädten an. Willst Du wirklich ohne Helm unterwegs sein?

Wichtig
E-Scooter dürfen nur auf Radwegen oder der Straße genutzt werden. Das Fahren auf dem Bürgersteig ist verboten und stellt eine Ordnungswidrigkeit dar!

Vor diesem Hintergrund macht die Helmnutzung durchaus Sinn.

Das Wort Elektroroller als Begriff definiert eindeutig, worum es geht, einen Tretroller mit Elektrohilfsmotor. Wenn Du den Begriff E-Scooter in die Suchleiste deines Browsers eingibst, wirst Du sowohl Angebote für Roller als auch Angebote für Elektrofahrstühle erhalten. Diese sind vierrädrig und werden von gehbehinderten Menschen genutzt.

Warum beim Kauf auf die Zulassung achten?

Möchtest Du deinen Roller im Straßenverkehr benutzen, achte unbedingt darauf, dass er eine entsprechende Zulassung hat. Fehlt diese, kannst Du ihn nicht versichern. Nicht versicherte E-Scooter darfst Du nur auf deinem eigenen Grundstück nutzen.

Merke
Keine Betriebserlaubnis – keine Versicherung – keine Nutzung

Welche Modelle verfügen über eine amtliche Betriebserlaubnis?

Hier findest Du eine Liste einiger E-Scooter, die eine Zulassung, eine amtliche Betriebserlaubnis, besitzen:

  • BMW X2 City
  • Egret-Eight V3
  • Egret-Ten V4
  • Iconbit City
  • Iconbit Delta Pro
  • Iconbit Tracer Street
  • IO Hawk Exit-Cross
  • IO Hawk Sparrow
  • Metz Moover
  • Moovi E-Scooter
  • Segway-Ninebot Max G30D
  • SXT Buddy V2
  • SXT Light Plus V
  • SXT MAX
  • The-Urban #BRLN V3
  • The-Urban #HMBRG V3
  • Trekstor EG 31108
  • Trekstor EG 3178
  • Trekstor EG 6078
  • Streetbooster One

(Quelle: ADAC)

Das kosten Verkehrsverstöße mit dem E-Scooter

Wirst Du mit einem E-Scooter ohne Versicherungskennzeichen und ohne Zulassung gemäß Straßenverkehrsordnung (StVO) erwischt, kostet dich das satte 70 Euro. Die Zulassung oder Betriebserlaubnis ist Bestandteil des Lieferumfangs. Achten beim Auspacken, darauf, dass sie vorliegt! Wo wir gerade über Bußgelder sprechen, hier eine kleine Übersicht:

TatbestandBußgelder
Bei Rot über die Ampelzwischen 60 und 180 Euro
Fahren auf dem Gehweg15 bis 30 Euro
Fahren auf der Autobahn20 Euro
Fahren ohne Versicherungskennzeichen40 Euro
Fahren mit einem Scooter ohne Betriebserlaubnis70 Euro
Nebeneinander fahren15 bis 30 Euro

Für den E-Scooter gelten in Bezug auf die Nutzung unter Alkoholeinfluss die selben Bedingungen, wie für das Führen eines Autos. Vor dem Hintergrund der relativ hohen Unfallgefahr, die sich im ersten Jahr der Nutzungsmöglichkeit herauskristallisierte, empfiehlt es sich, nüchtern zu bleiben …

Gibt es für E-Scooter eine Versicherungspflicht ?

Nachdem wir kurz auf die Rahmenbedingungen zum Thema Elektroroller eingegangen sind, kommen wir jetzt zum Eigentlichen. Die Frage, weshalb ein E-Bike keine Versicherung benötigt, der E-Scooter aber schon, ist durchaus schlüssig.

Der Grund liegt im Antrieb. Der Motor eines E-Bikes hat nur unterstützende Wirkung. Es bedarf in den meisten Fällen des Vorankommens der körperlichen Tätigkeit des Fahrers. Anders verhält es sich bei einem Elektroroller. Dieser ist so konzipiert, dass er vollständig alleine fährt. Und damit besteht die Versicherungspflicht. Er wird praktisch einem Mofa gleichgestellt.

Info
Selbstfahrende Fahrzeuge müssen mit einer Haftpflicht versichert sein.

Vielen Verbrauchern ist nicht einleuchtend, wann man einen E-Scooter versichern muss. Der Handel hat hier mehr Verwirrung gestiftet, als Klarheit geschaffen. Ein Beitrag des ZDF Verbrauchermagazins WISO vom August 2019 zeigt, wie die Falschberatung an der Tagesordnung ist.

Was bedeutet Versicherungspflicht genau?

Versicherungspflicht besteht, von der Sozialversicherung abgesehen, im Bereich der Haftpflichtversicherung. Einige Berufe, beispielsweise Hebamme, darf nicht ausgeübt werden, wenn der- oder diejenige der zuständigen Kammer oder Behörde keinen Versicherungsnachweis vorlegt.

Im öffentlichen Straßenverkehr darf ein versicherungspflichtiges Fahrzeug nicht ohne den Nachweis abgestellt oder bewegt werden. Bei steuerpflichtigen Fahrzeugen mit entsprechendem Kennzeichen ist die Zulassung ebenfalls nur unter Vorlage der elektronischen Versicherungsbestätigung (eVB) möglich.

Nicht steuerpflichtige Fahrzeuge erhalten ein sogenanntes Versicherungskennzeichen. Das sind die kleinen Teile, die jedes Jahr eine andere Farbe haben. Durch den Farbwechsel ist sofort ersichtlich, ob das Fahrzeug über einen gültigen Versicherungsschutz verfügt.

Die Haftpflichtversicherung hat in erster Linie den Sinn des Opferschutzes. Paragraf 823, Abs. 1 BGB besagt: „Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.“

Diese Schadensersatzpflicht, die sich bis zu einer lebenslangen Rente für das Unfallopfer ziehen kann, setzt jedoch voraus, dass der Schädiger über die finanziellen Mittel verfügt. Da dies meist nicht der Fall ist, muss eine Versicherung diese Kosten übernehmen – auch bei einem Unfall mit einem E-Scooter.

Was bedeutet E-Scooter Versicherung jetzt genau?

Sie stellt in erster Linie eine Haftpflichtversicherung dar. Wer möchte, kann sie aber auch um eine Teilkaskoversicherung ergänzen. Die Voraussetzung für den ist die gültige Betriebserlaubnis für deinen E-Scooter. Diese musst Du bei Antragstellung vorweisen. Nicht versicherbar sind Hoverboard, Monowheel und E-Skateboard. Für Segways dagegen besteht ebenfalls eine Versicherungspflicht.

Haftpflichtversicherung

Sie kommt für die Regulierung von Schäden auf, die Du mit deinem Roller verursachst. Angenommen, Du stehst neben einem Auto an der Ampel, fährst los und bleibst am Außenspiegel des Wagens hängen. Er bricht ab. Deine E-Scooter Haftpflichtversicherung übernimmt die Kosten.

Du fährst auf dem Fahrradweg, wie sich das gehört. Der Fahrradweg dient an einer Fußgängerampel teilweise als Warteposition für die Fußgänger. Du passt nicht auf und fährst in einen Passanten hinein. Dieser stürzt und verletzt sich erheblich. Mit folgenden Kosten musst Du rechnen:

  • Regressforderung der Krankenkasse des Verletzten
  • Schmerzensgeld
  • Eventuelle Kostenübernahme für Reha-Maßnahmen
  • Im schlimmsten Fall eine lebenslange Rente an das Unfallopfer

Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass Haftpflichtversicherungen für am Straßenverkehr beteiligte Fahrzeuge Deckungssummen von 50 Millionen Euro und mehr aufweisen.

Dabei sind Personenschäden jedoch auf die einzelne Person mit Beträgen zwischen 8 Millionen Euro und 15 Millionen Euro limitiert.

Tipp
Je höher die Versicherungssumme, umso besser!

Die meisten Anbieter übernehmen den Versicherungsschutz auch bei sogenannter „grober Fahrlässigkeit“. Diese greift zum Beispiel, wenn Du bei Rot über eine Ampel fährst und einen Unfall verursachst. Es lohnt sich, vor Abschluss eines Vertrages zu prüfen, wie Fahrlässigkeit versichert ist. Sie leistet nicht, wenn dir eine vorsätzliche Absicht unterstellt werden kann. Sie leistet auch nicht, wenn der Schaden im Zusammenhang mit der Begehung einer Straftat entstand.

Teilkaskoversicherung

Sie kommt für die Kosten auf, die dir im Zusammenhang mit dem Diebstahl, Raub oder Brand deines E-Scooters entstehen. Üblicherweise beinhaltet sie eine Selbstbeteiligung von 150 Euro je Schadensfall.

Gilt die Versicherung auch im Ausland?

Ein E-Scooter ist klein genug, um ihn auch auf eine Reise mitzunehmen. Eine Versicherungspflicht besteht übrigens nicht überall. In Dänemark dürfen E-Scooter auch ohne Versicherungsschutz genutzt werden. Grundsätzlich gilt, dass deine Versicherung auch für Schäden aufkommt, die Du im Ausland verursachst.

Leihgeräte

Bei einer Fahrzeugversicherung ist immer das Fahrzeug, nicht der Fahrer, versichert. Dies ist bei einer E-Scooter Versicherung nicht anders. Es ist also Sache des Verleihers, dafür zu sorgen, dass der verliehene Elektroroller ordnungsgemäß versichert ist. Das erkennst Du leicht. Verfügt der Roller über ein Kennzeichen, ist es gut. Hat er keines, lass die Finger davon. Die Behauptung, der Roller müsse für die Straße nicht versichert sein, weil …. ist totaler Quatsch, egal, welche Aussage kommt.

Gültigkeitsdauer

Sie gilt für ein Jahr. Anders als bei allen anderen Versicherungen mit einer Dauer von einem Jahr verlängern sich die Verträge nicht stillschweigend.

Wichtig
Du musst Dich jedes Jahr selbst um ein neues Kennzeichen kümmern. Der Anbieter nimmt keinen Kontakt zu Dir auf.

Das Versicherungsjahr beginnt immer am 1. März und endet am 28. 0der 29. Februar des nächsten Jahres. Angenommen, im laufenden Jahr ist das Kennzeichen grün. Ab dem 1. März des Folgejahres dürfen nur noch Fahrzeuge mit blauem Kennzeichen fahren. Wirst Du am 1. März mit grünem Kennzeichen erwischt, bedeutet dies ein Bußgeld, da dein E-Scooter nicht mehr versichert war.

Erwirbst Du einen E-Scooter erst im Mai oder im September, musst Du nur die anteilige Prämie für das restliche Versicherungsjahr bezahlen.

Ungefähre Kosten im Überblick

Der Beitrag fällt verschwindend gering aus im Vergleich zu einer Autoversicherung. Die Prämie hängt natürlich vom Anbieter ab und davon, ob Du dich auf die Haftpflicht beschränkst oder auch die Teilkasko wünschst. Allerdings macht es einen gravierenden Unterschied, ob der Fahrer 14 Jahre alt ist, 18 oder älter oder 23 Jahre. Je nach Anbieter kann sich die Prämie verdoppeln.

Die nachstehende Tabelle berücksichtigt Fahrer über 23 Jahre und gibt beispielhaft an willkürlich ausgewählten Anbietern einen Überblick.

VersicherungDEVKHUKAXAADAC (Mitglied)R & V
Haftpflicht25,50 Euro25,50 Euro30,00 Euro27,20 Euro60,00 Euro
inkl. Teilkaskso52,20 Euro46,50 Euro91,60 Euro46,70 Eurok. A.

Das Geschäft mit Versicherungskennzeichen war früher das klassische Agenturgeschäft. Das Kennzeichen wurde gegen Barzahlung ausgehändigt. Einige Versicherer haben im Rahmen des Onlinegeschäftes erkannt, dass man es auch mit der Post gegen Lastschrifteinzug versenden kann. Andere Gesellschaften, beispielsweise die Allianz, verweisen darauf, einen Gesprächstermin zu vereinbaren.

Hinweis
E-Scooter Versicherungen sind noch nicht bei allen Versicherern erhältlich!

Welcher Anbieter hat sich bewährt und welche Besonderheiten gibt es?

Den besten Versicherer gibt es nicht. Für ADAC Mitglieder mag der ADAC interessant sein. Wer Wert auf persönliche Betreuung legt, ist mit klassischen Serviceversicherern wie Allianz, DEVK oder R & V besser bedient.

Es lohnt sich auf jeden Fall zu schauen, wie hoch die Prämienunterschiede bei Fahrern in den jeweiligen Jahrgangsstufen ausfallen. Der Unterschied zwischen der AXA und der HUK bei Einschluss der Teilkaskoversicherung ist bemerkenswert.

Tipp
Bei Fahrern unter 23 genau die Prämien vergleichen. Es gibt große Unterschiede!

Wie melde ich einen Schaden?

Die Anbieter bieten dafür verschiedene Möglichkeiten. Reine Direktversicherer stellen Schadensformulare online. Serviceversicherer bieten die Möglichkeit des persönlichen Gesprächs. Auf jeden Fall solltest Du den Schaden sofort telefonisch melden. Dort bekommst Du auch alle Informationen, wie Du weiter vorgehen sollst. Je nach Unfall fertigst Du am besten Bilder an. Bei einem Personenschaden muss die Polizei informiert werden.

Wann erhält man sein Geld von der Versicherung?

Hast Du einen Haftpflichtschaden verursacht, prüft die Versicherung zunächst, ob dich eine Schuld trifft. Wann sie dann das Geld an den Geschädigten zahlt, hängt vom Anbieter ab.

Wie viel bezahlt die Versicherung?

Im Fall eines Teilkaskoschadens kann es sein, dass zunächst ein Gutachter deinen E-Scooter untersucht und dann das Gutachten an deine Versicherung schickt. Auch in diesem Fall hängt die Zahlungsdauer von der Komplexität des Schadens ab. Kommt es zu einer Reparatur, musst Du die Rechnung einreichen. Dann erhältst Du das Geld in der Regel innerhalb weniger Tage.

Wurde der E-Scooter gestohlen, kommt es auf die Klausel in Bezug auf Neuwerterstattung oder Zeitwertberechnung an. Im Rahmen der Teilkasko wird die Schadenshöhe um 150 Euro, deine Selbstbeteiligung, gekürzt. Nur sehr wenige verzichten bei einem Versicherungskennzeichen auf die Selbstbeteiligung bei der Teilkasko.

Kann ich den E-Scooter auch über die Kfz-Haftpflichtversicherung versichern?

Nein, das geht definitiv nicht. Ein E-Scooter ist ein eigenständiges Risiko und wird von der Prämie her anders berechnet als ein Auto. Für Elektroroller gilt eine pauschale Risikoeinstufung. Du bezahlst einem Versicherer die gleiche Prämie, wie für ein Mofa oder einen Elektrokrankenfahrstuhl. Die Prämienberechnung für Autos erfolgt auf der Grundlage des Typschlüssels, des Zulassungsbezirkes und zahlreicher anderer Komponenten.

Allerdings rechnen einige die schadensfreie Dauer später auf die Autoversicherung an. Allerdings muss der Roller durchgängig und ohne Unterbrechung bei dieser Gesellschaft versichert gewesen sein.

Hinweis
Eine E-Scooter Versicherung ist nur als eigenständiger Vertrag möglich.

Häufige Fragen – FAQs

FrageAntwort
Wie alt muss ich sein, um E-Scooter zu fahren?E-Scooter dürfen bei einer Geschwindigkeit unter 13 km/h bereits im Alter von zwölf Jahren gefahren werden. Ab einer Geschwindigkeit von mehr als 12km/h beträgt das Mindestalter 14 Jahre.
Besteht der Versicherungsschutz auch, wenn der E-Scooter ausgeliehen wird?Ja, auch dann besteht Versicherungsschutz, da das Gerät selbst versichert ist. Aber Du musst beachten, ob derjenige, der ihn leiht, auch schon damit fahren darf.
Besteht eine Helmpflicht?Nein, es besteht keine Helmpflicht. Aber es ist auf jeden Fall besser, einen Helm zu tragen, da Du auf der Straße fahren musst, sofern es keinen Fahrradweg gibt.
Brauche ich einen Führerschein?Nein, für das Fahren  ist kein Führerschein notwendig. Hier liegt zum Beispiel der Unterschied zu einem Mofa.
Gibt es eine Promillegrenze?Ja, es gelten die selben Promillegrenzen wie für Autofahrer, Mofafahrer oder Motorradfahrer. Mit einem Promillegehalt zwischen 0,5 und 1,09 liegt eine Ordnungswidrigkeit vor, wenn kein Unfall verursacht wurde. Ab 1,1 Promille geht es um eine Straftat. Diese kann auch bestehen, wenn bereist mit 0,3 Promille ein Unfall passiert.
Muss jeder E-Scooter haftpflichtversichert sein?Sobald Du das eigene Grundstück mit dem E-Scooter verlässt, musst Du über eine Haftpflichtversicherung dafür verfügen.
Wie bin ich bei einem Unfall abgesichert?Bist Du der Unfallverursacher, kommt deine Haftpflichtversicherung für die Kosten des Geschädigten auf. Wirst Du selbst bei einem Unfall verletzt, besteht kein Versicherungsschutz. Es besteht auch kein Versicherungsschutz, wenn dein E-Scooter beschädigt wird.
Darf ich einen E-Scooter ohne ABE versichern und fahren?Nein, da ein E-Scooter ohne ABE nicht versicherbar ist. Du kannst allerdings versuchen, bei der Zulassungsbehörde eine individuelle ABE zu erhalten. Dazu wird geprüft, ob das Gerät den notwendigen Anforderungen entspricht.
Wie hoch ist die Reichweite von E-Scootern?Die Reichweite richtet sich nach dem Modell und der Fahrweise. Durchschnittlich kannst Du mit einer Akkuladung zwischen 20 Kilometern und 40 Kilometern fahren.
Welche Bußgelder und Strafen gibt es im Zusammenhang mit E-Scootern?Auf die Bußgelder haben wir im Abschnitt „Das kosten Verkehrsverstöße mit dem E-Scooter“ hingewiesen. Dort findest Du einen ersten Überblick über die häufigsten Bußgelder.
Was kostet ein E-Scooter im Unterhalt?Wenig, sehr wenig. Ein E-Scooter ist eine sehr preisgünstige Alternative zu Mofa oder Auto im Innenstadtverkehr. Es kommt natürlich darauf an, wie oft Du den Akku aufladen musst. Bei einer Haltedauer von drei Jahren, einem Anschaffungspreis von 1.000 Euro, 10 Kilometer Fahrt an 22 Tagen im Monat und einem Akkuwechsel nach 1.000 Aufladungen betragen die Kosten 20 Euro pro 100 Kilometer. Dabei ist aber der Anschaffungspreis berücksichtigt. Ohne diesen kannst Du mit zwei Euro pro 100 Kilometer rechnen.